Motorradreifen sind einem Alterungsprozess unterworfen und müssen deshalb zu gegebener Zeit ersetzt werden. Die wichtigste
Begrenzung der Lebensdauer eines Motorradreifens ist das Reifenprofil, genauer die Profiltiefe.
Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor. Wird diese unterschritten, so darf das Motorrad nicht mehr im
Straßenverkehr geführt werden. Aus sicherheitstechnischen Überlegungen ist es allerdings ratsam diese Grenze nicht auszureizen,
sondern den Motorradreifen bereits früher auszutauschen.
Doch auch unabhängig von der Profiltiefe unterliegt ein Reifen einem Alterungsprozess. Dies liegt daran, dass Gummi im Laufe
der Jahre spröde wird. Dem Reifengummi werden bei der Herstellung zwar Stoffe zugesetzt, die den Reifengummi geschmeidig
halten sollen, dem sind allerdings Grenzen gesetzt. So geben die Hersteller von Motorradreifen einen Zeitraum von fünf bis sechs Jahre als maximales Alter für Motorradreifen an. Das Herstellungsdatum eines Motorradreifens lässt sich übrigens anhand der DOT Nummer ablesen, die auf der Seitenwand des Reifens aufgedruckt ist.